Unsere 2. Vorsitzende Franziska ist wieder nach Dubai gereist; hier ihr Bericht:
Dubai zeigt sich bei Tag glühend heiß und schillernd, doch erst am Abend entfaltet die Stadt eine besondere Ruhe. Wenn die Sonne untergeht und die Temperaturen erträglicher werden, beginnt für viele Straßenkatzen die wichtigste Zeit des Tages – und auch für uns.
Jeden Abend packten wir Futter, Wasser und kleine Schälchen ein und machten uns auf den Weg zu den bekannten Futterstellen. Zwischen Wohnanlagen, Parkplätzen und kleinen Grünflächen warteten die Katzen oft schon auf uns. Manche saßen geduldig im Schatten, andere kamen vorsichtig näher, sobald sie uns erkannten. Das abendliche Füttern wurde schnell zu einem festen Ritual – ruhig, respektvoll und voller leiser Begegnungen.
Während unseres Aufenthalts halfen wir einer befreundeten Tierschützerin, die sich seit Jahren unermüdlich um Dubais Straßenkatzen kümmert. Sie kennt jede Kolonie, jedes Tier und seine Geschichte. Gemeinsam unterstützten wir sie beim Füttern, beim Organisieren von Tierarztbesuchen und bei der Versorgung kranker oder geschwächter Katzen. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement, Kraft und Herzblut sie in diese Arbeit steckt – oft im Hintergrund und ohne große Anerkennung.
Besonders bewegend waren die Momente, in denen Vertrauen spürbar wurde: wenn eine scheue Katze plötzlich näherkam, wenn ein verletztes Tier Hilfe zuließ oder wenn junge Katzen verspielt zwischen den Näpfen umherliefen. In solchen Augenblicken trat der Luxus Dubais in den Hintergrund. Zwischen glitzernden Hochhäusern und beleuchteten Straßen offenbarte sich eine ganz andere, stille Seite der Stadt.
Diese Reise war mehr als ein klassischer Urlaub. Sie zeigte uns, dass man auch fern der Heimat Verantwortung übernehmen kann – mit Zeit, Mitgefühl und kleinen Taten. Dubai bleibt eine Stadt der Superlative, doch für uns wird sie immer auch ein Ort der Hoffnung sein: für Katzen, die abends auf Hilfe warten, und für Menschen, die nicht wegsehen.



